2010/04/29

Internetzensur: Wehret den Anfängen

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"Child pornography is great," the speaker at the podium declared enthusiastically. "It is great because politicians understand child pornography. By playing that card, we can get them to act, and start blocking sites. And once they have done that, we can get them to start blocking file sharing sites".
("Kinderpornographie ist großartig" erklärte der Sprecher auf dem Podium enthusiastisch. "Sie ist großartig weil Politiker Kinderpornographie verstehen. Durch das Ausspielen dieser Karte können wir sie dazu bringen zu handeln und Seiten zu blockieren. Und sobald sie das getan haben können wir sie dazu bringen, mit dem Blocken von Tauschbörsen-Seiten anzufangen.)

”One day we will have a giant filter that we develop in close cooperation with IFPI and MPA. We continuously monitor the child porn on the net, to show the politicians that filtering works. Child porn is an issue they understand,” Johan Schlüter said with a grin, his whole being radiating pride and enthusiasm from the podium.
("Eines Tages werden wir einen riesigen Filter haben, der in enger Kooperation mit der IFPI und MPA entwickelt wurde. Wir können kontinuierlich Kinderpornographie im Netz überwachen um den Politikern zu zeigen, dass Filtern funktioniert. Kinderpornographie ist ein Thema, dass sie verstehen;" sagte Johan Schlüter mit einem Grinsen und strahlte dabei Stolz und Enthusiasmus vom Podium her aus.)

einer Lobbyorganisation von Musik- und Filmindustrieverbänden.



OK, und nun lasst uns dem ein Ende setzen. Ich werde meinen Teil leisten und die Abgeordneten von Bund und Land meines Bezirks, die Parteien und vielleicht auch den Verfassungsschutz informieren. Je mehr Bürger die mit solchen Informationen bombardieren, desto eher wird die Wahrnehmungsschwelle überschritten.

Solch eine pro-Zensur Haltung ist verfassungsfeindlich und sie wird vielleicht auch von deutschen Lobbyisten und Verbänden geteilt.

Solche Leute müssen bloßgestellt werden als das, was sie sind: Gefährlich. In Anzug und Krawatte sind sie äußerlich weniger verdächtig, verfassungsfeindliche Extremisten zu sein als Skinheads oder grünhaarige Antifa-Aktivisten, aber das macht sie nur umso gefährlicher.




Zuerst holten sie die Kommunisten;
ich schwieg, denn ich war kein Kommunist.
Dann holten sie die Juden;
ich schwieg, denn ich war kein Jude.
Dann holten sie die Gewerkschaftsmitglieder unter den Arbeitern;
ich schwieg, denn ich war kein Gewerkschafter.
Danach holten sie die Katholiken;
ich schwieg, denn ich war Protestant.
Schließlich holten sie mich,
und da war keiner mehr, der für mich hätte sprechen können.

(Martin Niemöller)




Sven Ortmann

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2 comments:

  1. Gibt's dagegen eigentlich schon ne Petition beim Bundestag?

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  2. Nein, und ich schreibe die auch nicht.

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php

    Das soll jemand machen, der z.B. durch Mitgliedschaft in einer Organisation oder so die Möglichkeit hat, sehr schnell sehr viele Leute über die ePetition zu informieren.

    Zudem - was sollte man schreiben? Das die Politiker etwas Bestimmtes lesen und sich nicht benutzen lassen sollen?
    So eine Petition läuft nur sechs Wochen lang.

    ReplyDelete

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